Selbst-Breema: Leseprobe

Selbst-Breema in das tägliche Leben bringen

Wenn du Selbst-Breema machst und eines oder mehrere der Breema Prinzipien für dich dabei lebendig werden, dann beginnst du das, was „Extra“ ist (wie Spannung, Sorgen, Angst, Befürchtungen und unerwünschte Gedanken und Gefühle) loszulassen. Du wirst lebendiger. Dein Körper entspannt sich. Du hast mehr Energie und ein stärkeres Empfinden von Präsenz. Du erfährst einen Zustand von Ausgeglichenheit im Verstand, deinen Gefühlen und deinem Körper, der dir mehr Vitalität schenkt.

Diese Veränderungen entstehen durch Verbindung mit dem Körper. Über die Verbindung zum Körper wird die Erfahrung „Ich habe einen Körper“ real. Erkennst du den enormen Wert der Verbindung zum Körper und ihre Wirkung auf die Art, wie du dein Leben erfährst, entsteht ganz natürlich der Wunsch, den Einfluss von Selbst-Breema auf deinen Alltag auszuweiten.

Durch Üben von Selbst-Breema wird dir das Arbeiten mit den Prinzipien selbstverständlicher und der Geschmack der Verbindung zum Körper vertrauter. Diese Vertrautheit ermöglicht es dir, die Prinzipien von Selbst-Breema auch in andere Tätigkeiten zu integrieren.

Jede Tätigkeit des Körpers kann Selbst-Breema werden. Der Körper ist immer aktiv und manifestiert sich ständig. Er gibt dir unentwegt die Möglichkeit, die Prinzipien anzuwenden und die Verbindung zum Körper herzustellen.

Wenn du dich hinsetzt, um deine Schuhe zuzubinden, oder um zu essen, hast du Gelegenheit zu registrieren, dass dein Körper sitzt, atmet und Gewicht hat. Wenn du deine Hand ausstreckst, um den Telefonhörer abzuheben, eine Tür zu öffnen oder ein Glas Wasser zu nehmen, kannst du die Prinzipien „einziger Augenblick – einzige Aktivität“, „Bestimmtheit und Sanftheit“, „der Körper ist bequem“ oder eines der anderen Prinzipien anwenden.

Wenn du Selbst-Breema in deinen Alltag bringst, dann wirst du dankbar für alle Situationen, die es von dir erfordern bzw. es dir ermöglichen, deinen Körper einzusetzen. Jede Bewegung wird zu einer neuen Gelegenheit, Selbst-Breema zu praktizieren. Jeder noch so kleine Moment, in dem du eines der Prinzipien in eine Alltagsaktivität einbringst, sollte gewürdigt werden, weil du damit die Gewohnheit überwunden hast, die Dinge mechanisch und ohne Präsenz auszuführen. Gleichgültig, in welchem Zustand sich dein Denken, deine Gefühle oder dein Körper im Augenblick der Erinnerung gerade befinden – du kannst etwas tun, um deine Aktivität zu Selbst-Breema werden zu lassen und gegen­wärtiger zu werden. Mit dem Üben wachsen dein Vertrauen und deine Fähigkeit und du wirst bemerken, dass du die Prinzipien für die Dauer einer kurzen Aktivität, zum Beispiel von einem Sessel aufstehen, lebendig halten kannst.

Allmählich kann dich auch die eine oder andere Routinetätigkeit, die du in Selbst-Breema verwandelst, an deinen Wunsch erinnern, mit dem Körper ver­bunden zu sein. Du beginnst dich zu bewegen und plötzlich erinnerst du dich. Diese Momente, die du aus dem mechanischen Verlauf des Lebens herausnimmst und in Selbst-Breema verwandelst, helfen dir, lebendiger und gegenwärtiger zu werden.
(pp 59 - 60)